Rose-Marie Strobel kümmert sich um den Rosengarten in Arnstein. Foto: Dominik Röding
Rose-Marie Strobel kümmert sich um den Rosengarten in Arnstein. Foto: Dominik Röding

Echtes Rosenglück: Der Rosengarten Arnstein

Der Rosengarten in Arnstein versammelt die wichtigsten Rosenklassen aus Vergangenheit und Gegenwart und gibt einen Einblick in die Geschichte der Rosenzucht.

Entspannung im Rosengarten

Die Gartenanlage entstand 1996 begleitend zur Kleinen Landesgartenschau auf die Initiative einiger Arnsteiner Rosenfreunde hin. Der Garten thront auf einer Hangterrasse inmitten des Ortes. Durch seine Lage in einem stillen Winkel lädt er Besucher zur Erholung und Entspannung ein. Der Schaugarten ist zugleich auch Lehrort. „Beim Lustwandeln durch den Garten reist man auch durch die Historie der Rose“ erklärt Rose-Marie Strobel, die sich bis heute um den Garten kümmert.

Historische Rosen

Der Schwerpunkt liegt auf Gattungen des 19. Jahrhunderts, den sogenannten „Historischen Rosen“. Aber auch die Züchtungen der Gegenwart sind angemessen berücksichtigt. Beginnend bei der Pergola am hinteren Ende des Gartens erschließen sich dem Besucher bis zum Eingang hin die einzelnen Etappen der Rosenzucht in ihrem geschichtlichen Nacheinander.

Die Mauern sind von Kletterrosen, Efeu und Wildem Wein bekleidet und zeigen, dass Rosen ihre volle Pracht erst dann entfalten, wenn sie mit anderen Pflanzen kombiniert werden. „Irgendwann sah ich eine alte Rose und nahm ihren Duft wahr, da war es um mich geschehen“, erklärt Frau Strobel ihre Leidenschaft für die Rose. Große Freude empfindet sie beim Aufspüren alter Sorten, die niemanden mehr interessieren und die in Spezialgärtnereien ein Nischendasein fristen. „Ich möchte die alten Sorten erhalten und zeigen, wie schön sie sind.“ Etwa die Gallica-Rose, von der es einst 3000 Sorten gab. Heute sind nur noch 50 übrig geblieben.

Historische Rosen im Rosengarten Arnstein. Foto: Rose-Marie Strobel

Historische Rosen im Rosengarten Arnstein. Foto: Rose-Marie Strobel

Sechs Sorten pro Beet

Zunächst hat sie ihre neue Begeisterung im heimischen Garten ausgelebt. Als jedes Beet mit Rosen befüllt war, fand sie auf dem Plateau des Rosengartens eine neue Spielwiese. Die Auswahl der Exemplare sowie deren Pflege hält sie bis heute in der Hand. In einem Beet versammeln sich jeweils sechs Sorten, die mit Schautafeln näher beschrieben werden. „Jede Rose hat ihre ganz eigene Bedeutung.“ Zu entdecken gibt es Alba-, Damaszener-, Bourbon-, Gallica-, Portland- und Remontrosen sowie Zentifolien und moderne Strauch- und Beetrosen.

Eine Führung ist möglich nach Anmeldung bei der Stadt Arnstein unter Telefon (0 93 63) 80 10.

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