Professor Ralf Jahn in seinem Büro. Foto: Dominik Röding
Professor Ralf Jahn in seinem Büro. Foto: Dominik Röding

Mein Büro: Der Visionär Professor Ralf Jahn

Seit 15 Jahren ist Professor Ralf Jahn als Hauptgeschäftsführer verantwortlich für das Wohl der Industrie- und Handels­kammer Würzburg-Schweinfurt – und damit auch für das Wohl der mainfränkischen Wirtschaft.

Spaß an der Arbeit

„Mit Freude“ geht er jeden Morgen in sein Büro. Wenn es sein muss, auch an den Wochenenden – und das seit nunmehr 15 Jahren in seiner Funktion als Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt (IHK). Professor Ralf Jahn ist verantwortlich für das Wohl von 140 Mitarbeitern in der IHK, die in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen feiert. Neben dem Präsidenten vertritt Ralf Jahn die IHK gerichtlich oder rechtsgeschäftlich, zudem nimmt er die Interessen der Wirtschaft auf politischem Parkett wahr und hat zahlreiche Repräsentationstermine in seinem dicht beschriebenen Kalender notiert. Langweilig ist ihm nie, alleine schon aufgrund der abwechslungsreichen Tätigkeitsfelder. „Meine Arbeit bietet mir die Möglichkeit, selbst kreativ zu sein, neue Projekte zu entwickeln und umzusetzen, die der mainfränkischen Wirtschaft helfen und sie vorwärts bringen.“ Sein Arbeitstempo ist hoch, wofür es einer großen Belastbarkeit bedarf. Schlampereien mag er nicht, weswegen er selbst auch sehr präzise arbeitet. Schließlich obliegt es ihm, Visionen davon zu entwickeln, was in Zukunft für den Wirtschaftsraum Mainfranken wichtig werden wird.

Unternehmen in Franken sind zufrieden

Die IHK ist heute nicht mehr nur eine „Behörde“, sondern Partner und Dienstleister für rund 75 000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe in Mainfranken. „Wir haben die IHK im Weiterbildungsbereich als allererste Adresse in Mainfranken positioniert und in den letzten 15 Jahren umfangreichen Immobilienbesitz geschaffen, der für die Zukunft der IHK unverzichtbar ist. Wir haben die Internationalisierung der mainfränkischen Wirtschaft deutlich vorwärts gebracht und wir können schließlich stolz darauf sein, ein wichtiger Partner für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zu sein und damit ein Treiber der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in unserer Region.“ Das Ergebnis: Neun von zehn Unternehmen sagen, dass es ihnen aktuell „nicht schlecht“ geht – für Franken ist das ja schon fast der Superlativ der guten Laune. Die Unternehmen der Region haben volle Auftragsbücher und stoßen auch im Ausland auf eine steigende Nachfrage. „Ob Maschinenbau, Automotive, Gesundheitswirtschaft, Modebranche oder High-Tech-Unternehmen aus anderen Wirtschaftszweigen: Sie alle geben Mainfranken das unverwechselbare wirtschaftliche Gepräge, das wir weiter fördern müssen.“ Anstehende Probleme, die es zu lösen gilt, sind der Fachkräftemangel sowie die Herausforderungen der Digitalisierung. Zudem wurden in einem Strategiepapier namens „Mainfranken 2025“ Ziele festgelegt, welche in den kommenden Jahren die Arbeit der IHK bestimmen werden. „Es bleibt also auch weiterhin viel zu tun.“

Leidenschaft für Klöße

Wenn am Ende des Tages alles getan ist, sucht Herr Jahn Erholung beim Sport, am liebsten auf dem Fußballplatz. „Gerne treffe ich mich aber auch einfach nur mit guten Freunden bei einem Bier oder einem Schoppen Wein.“ Fahrradausflüge am Main unternimmt er ebenso wie Spaziergänge durch die Weinberge im Landkreis Kitzingen oder Wanderungen in der Rhön. „Mainfranken ist ein liebens- und lebenswerter Landstrich. Es lässt sich hier gut arbeiten, aber noch viel besser leben und genießen.“ Ein wichtiger Aspekt, gerade für einen Genussmenschen wie Ralf Jahn, der die fränkische Küche schätzt. „Ich bin ein Fan von Hausmannskost, beim Stadtbummel komme ich nie an einer Bratwurst vorbei.“ Noch lieber kocht er aber selbst. Eine seiner Spezialitäten ist Sauerbraten. „Den liebt vor allem meine Tochter.“ Serviert wird er mit selbst gerollten Klößen, die allesamt ein Gewicht von exakt 160 Gramm aufweisen. Darauf achtet er ganz genau, denn schließlich wurde er beim Team-Wettbewerb „Goldener Kloß“ im grammgenauen Klößerollen 2009 erster unterfränkischer Sieger. Man kann es nur vermuten, aber auch als Koch hätte es der gebürtige Nordhesse, der den Kochlöffel in der Küche ebenso präzise zu führen weiß wie seinen Füllfederhalter im Büro, wohl weit bringen können.

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