York Falkenberg und sein Volvo Amazon. Foto: Dominik Röding
York Falkenberg und sein Volvo Amazon. Foto: Dominik Röding

Mein Garagengold: York Falkenberg Volvo-Liebe seit Kindheitstagen

Seine Begeisterung für Volvos erwuchs in Kindheitstagen. Seinen „Amazon“ von 1967 hütet York Falkenberg deshalb auch wie einen Schatz. Gleichwohl nutzt er den soliden Kombi als Alltagsfahrzeug, in dem die ganze Familie Platz findet.

Robuste Familienkutsche

Der rote Amazon begleitet York Falkenberg schon sein halbes Leben lang. 1996 erwarb der Kitzinger den Volvo in München, da hatte der Skandinave schon 29 Jahre auf seinem Bullnose-Buckel. „Als Kind habe ich mit meinen Eltern viele Urlaube in Schweden verbracht. Das Land fasziniert mich bis heute, daraus erwuchs wohl auch meine Begeisterung für die Marke Volvo.“ Den Kauf schloss er vier Jahre vor der Geburt des ersten von drei Kindern ab. Seitdem ist der Amazon nicht nur ein Liebhaberstück im Hause Falkenberg, sondern als „Familien­kutsche“ auch ständig im Einsatz. Und das „ohne Probleme“, denn er wurde von seinen Erfindern als Familienwagen entwickelt und beworben. „Zudem bietet er eine Menge Platz, ist robust und alltagstauglich.“ Mit dem Modell schuf der Autobauer 1956 nicht nur den ersten Familien-Kombi der Geschichte, sondern begründete auch seinen Ruf als Hersteller besonders sicherer Automobile. Unter anderem erhielt der Amazon ab 1959 als erster Wagen weltweit serien­mäßig Dreipunkt-Sicherheitsgurte. Dank zweigeteilten Grills und fließender Schulterlinie wirkt seine Formensprache fast italienisch, hinzu kommen die von amerikanischen Fahrzeugen inspirierten Design­elemente. Und das alles sitzt an einer stämmigen Karosserie, die sich am Mercedes-Erfolgsmodell der 50er-Jahre orientiert, dem Ponton.

Robuste Familienkutsche seit 1966. Foto: Dominik Röding

Robuste Familienkutsche seit 1996. Foto: Dominik Röding

Auto voller Erinnerungen

Herr Falkenberg verbindet viele Erinnerungen mit dem Oldtimer. „Nach der Geburt meines ersten Sohnes habe ich meine Frau darin aus dem Krankenhaus nach Hause gefahren, später fuhren wir mit dem Wagen in den Urlaub bis nach Dänemark.“ Bis heute wird das Fahrzeug im Alltag genutzt, und dabei nicht geschont. Dass Kinderhände ihre Spuren im Innenraum hinterlassen haben, stört den Familienvater nicht. „Klar will ich ihn möglichst originalgetreu erhalten, aber in erster Linie will ich damit fahren, da nimmt man auch Macken in Kauf.“

Ein Auto voller Erinnerungen. Foto: Dominik Röding

Ein Auto voller Erinnerungen. Foto: Dominik Röding

Unsterblichkeit des Volvos

Insgesamt 667 323 Amazon-Modelle verließen das Volvo-Werk im belgischen Gent. Heute gibt es daher auch kaum eine Oldtimerbörse, auf der sich nicht ein Amazon zum Kauf finden lässt. Oftmals mit Schönheitsfehlern. Denn viele Exemplare wurden von Handwerkern gekauft und genutzt, so dass man heute lange nach gepflegten Exemplaren Ausschau halten muss. Allerdings gehört Unsterblichkeit zum Serienumfang eines Volvos. Und die 50 Jahre, die dieser Volvo nun bereits vor sich hinrollt, sieht man ihm dank der Pflege nicht an.

Ausflug ins Blaue

Als handwerklich begabter Ingenieur kümmerte sich Herr Falkenberg von Beginn an persönlich um alle Reparaturen. Die Begeisterung fürs Schrauben wird ersichtlich beim Eintritt in sein Haus, das quasi um eine Werkstatt herum gebaut wurde. Vor allem im Winter verbringt er viel Zeit mit der Wartung. „Ich kann mich tagelang verkriechen und dabei alles um mich herum vergessen.“ Bis heute steigt Herr Falkenberg mit seiner Frau am liebsten ins Fahrzeug und fährt ins Blaue. „Wir leben in einer so schönen Gegend, da gibt es eine Menge Orte, die wir gerne besuchen.“ Um seine Faszination für schöne Autos und schöne Landschaften auch mit anderen Oldtimer-Fans zu teilen, organisiert er mit seinem Freund Hugo Brennfleck den Kitzinger „Oldtimer-Sommer“, bei dem zu regelmäßigen Ausfahrten in die fränkische Landschaft eingeladen wird.

Mehr unter oldtimersommer.de.

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