Trend Researcherin Susan Wrschka aus Gerbrunn. Foto: Dominik Röding
Trend Researcherin Susan Wrschka aus Gerbrunn. Foto: Dominik Röding

Mein Lieblingsstück: Wider die modische Langeweile

Susan Wrschka aus Gerbrunn ist beruflich auf der Suche nach den neuesten Fashion-Trends. Dieses Streben spiegelt sich auch in ihrer Garderobe wider.

Spiegel des eigenen Lebens

„Kleidung spiegelt immer auch die Lebensrealität und das Selbstverständnis desjenigen wider, der sie trägt. Weil ich zum Beispiel selbst viel Sport treibe, mag ich es bei meiner Kleidung gerne bequem. Auch geistig bin ich ständig in Bewegung, da ich beruflich als Creative Art Director immer auf der Suche nach neuen Ideen und Entwicklungen in der Modewelt bin, was privat dazu führt, dass mein Ankleidezimmer mit den unterschiedlichsten Teilen bestückt ist. Der Raum ist für mich wie eine Art Bibliothek, in der ich zwischen den Kleiderstangen umhergehe und mich inspirieren lasse. Obgleich die Schränke darin überquellen, kaufe ich ständig neue Teile. Zusammengestellt wird, was mir gerade gefällt. Heute etwa geschnürte Ballerinas und eine Netzstrumpfhose, kombiniert mit verschiedenen Röcken und einem schwarzem Oberteil.

Modische Extravaganz

Mit meinem Kleidungsstil, meist ein Layering-Look aus unterschiedlichen Stoffen, Farben und Mustern, möchte ich ein Zeichen setzen gegen die modische Langeweile. Damit ich mir diese geistige und modische Beweglichkeit erhalten kann, habe ich auch noch nie ein Kleidungsstück ausgemistet. Ich behalte alles. Jedes Teil verbinde ich mit einer Erinnerung oder Emotion – und irgendwann, oft Jahre später, kommt es wieder zum Einsatz und sorgt dann für den entsprechenden Kontrast oder Bruch in meinem Tages-Outfit. Alles ordnet sich dabei den Schuhen unter, die ich tragen möchte; mit dem Fußkleid steht oder fällt ein Look. Zusätzlich setze ich gerne Highlights, etwa mit temporären Tattoos und Schmuck. Nur Ringe kommen mir nicht an die Finger, sie sind so unpraktisch und stören nur. Bisweilen mögen die Outfits, die ich trage, etwas extravaganter sein, aber genau darum geht es mir: Mode bewusst zu machen, ins Gespräch zu bringen. Denn vielen Frauen fehlt der Mut, neue Wege zu gehen. Doch genau darin liegt der Spaß!“

Zur Person: Susan Wrschka

Die selbstständige Diplom-Designerin ist Vizepräsidentin des Verbandes deutscher Mode- und Textil-Designer (VDMD). Über 25 Jahre lang arbeitete sie in der Modeindustrie, ehe sie sich vor zwei Jahren als Trend Researcherin selbstständig machte. Sie sucht dabei nach den kommenden Modefarben und Fashion-Trends und berät Modefirmen mit ihrer Expertise. Mehr unter www.susan-wrschka.de.

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