Heiko Langhans‘ Leidenschaft gilt Suppen. Foto: Dominik Röding
Heiko Langhans‘ Leidenschaft gilt Suppen. Foto: Dominik Röding

Feinkost aus der Dose: Die Suppenmanufaktur in Königsberg

Küchenchef Heiko Langhans stellt in seiner Suppenmanufaktur in Königsberg in Bayern feinste Delikatessen zum Löffeln her.

Revolution der Dosensuppe

Heiko Langhans‘ Leidenschaft gilt Suppen. Genauer gesagt: Dosensuppen. Das klingt zunächst nicht besonders erwähnenswert, zumal Dosenkost an sich keinen guten Ruf hat. Aber das ändert sich beim Öffnen einer seiner Suppenkreationen. Erwärmt duftet sie wie im Restaurant und schmeckt wie frisch gekocht. Mit seiner Arbeit definiert er ein klassisches Industrieprodukt neu, indem er es von Hand herstellt und auf ein neues Niveau hebt. Er bietet zwei Arten von Suppen, die klaren und die gebundenen, sowie Fonds, Sauce Bolognese und Ragout fin. Dabei produziert er nicht einfach Konserven, sondern Delikatessen.

Revolution der Dosensuppe. Foto: Langhans Suppenmanufaktur

Revolution der Dosensuppe. Foto: Langhans Suppenmanufaktur

Frische Zutaten aus der Region

Die Zutaten sind aufeinander abgestimmt, der Geschmack fein gewürzt und aromenreich. „Die Kunst besteht darin, die Suppen so in die Dose zu bekommen, dass sie auch nach dem Öffnen und Erwärmen noch die gleiche Konsistenz und die Qualität haben, wie ich es mir vorstelle.“ Ein Schwerpunkt seiner Produktphilosophie liegt auf der Regionalität. „Ich kaufe alles selbst ein, bekomme viele frische Zutaten aus der nahen Umgebung und kenne meine Erzeuger zum Teil persönlich. Ich verwende auch nur Gemüse, das hundertprozentig in Ordnung ist.“

Frische aus der Region. Foto: Langhans Suppenmanufaktur.

Frische aus der Region. Foto: Langhans Suppenmanufaktur.

Leidenschaft für Feinkost

Der 44-Jährige ist Koch aus Leidenschaft. In den Küchen seiner Oma und seiner Mutter wurde er kulinarisch infiziert und hat als Teenager schon gerne in der Gastronomie gearbeitet. Er lernte in Gourmet-Restaurants wie der „Orangerie“ von Lutz Niemann am Timmendorfer Strand, auf der „MS Bremen“ und der „MS Europa“, schob ein Studium nach und zog experimentierend durch die Welt und ihre Küchen. Eine Zeit lang lebte er in Australien, entdeckte exotische Aromen und lernte neue Gewürze kennen. Zurückgekehrt arbeitete er in einer Brasserie in Münster als Küchenchef, wo es auch eine Delikatessenabteilung gab. Dort bereitete er das Ragout fin für Königinpastetchen zu   - und der Ladeninhaber befand: „Das machst du besser als ich.“ Dort setzte er sich auch mit dem Feinkost-Sortiment auseinander und musste schnell feststellen, dass keines der angebotenen Fertigprodukte in der Dose wirklich gut war. Schnell entwickelte sich die Idee zur eigenen Suppenmanufaktur. Der Startschuss fiel vor nunmehr acht Jahren in Hamburg. Vor vier Jahren entschied sich Heiko Langhans dann, in die Heimat zurück zu ziehen und verlagerte somit auch seine Produktion nach Königsberg. Bis hin zur Abfüllung und Etikettierung übernimmt der Suppen-Experte bis heute alles selbst. „Ich will, dass meine Kunden wissen, wer das gekocht hat, was sie auf ihrem Teller haben.“

Mehr unter www.langhans-suppenmanufaktur.de.

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